Symptome Je nach Ausmaß der Entwicklungsstörung der Hintergliedmaße zeigt auch die daraus resultierende Patellaluxation eine unterschiedliche Ausprägung, die sich in einer Einteilung in vier Schweregrade widerspiegelt und zu unterschiedlichen klinischen Erscheinungen führt (Tab.1). Je nach Grad der Patellaluxation kann eine nur zeitweise vorhandene (intermittierende) Ganganomalie, bei der der Hund die betroffene Gliedmaße lediglich für ein bis zwei Schritte angewinkelt hochhält, um anschließend wieder lahmheitsfrei weiter zu laufen, bis hinzu einer dauerhaften Lahmheit vorhanden sein. Bei der schwersten Ausprägung der Kniescheibenverrenkung läuft der Hund immer mit gebeugtem Kniegelenk, da aufgrund der verlagerten Kniescheibe keine Streckung des betroffenen Kniegelenks mehr möglich ist.
Therapie Die Behandlung der Patellaluxation erfolgt chirurgisch. Hierfür stehen eine Vielzahl von Operationstechniken zur Verfügung, die alle darauf ausgerichtet sind, die Kniescheibe in der Rollfurche (Sulcus trochlearis) zu halten. Welche der einzelnen Techniken angewendet wird hängt zum einen von dem Grad der Kniescheibenverrenkung und zum anderen von der Präferenz des Chirurgen ab. In der Regel ist eine Kombination verschiedener Operationsmaßnahmen notwendig, um das Operationsziel zu erreichen.