Staffordshire Bullterrier

Die Funktion der Staffordshire Bullterrier bestand ursprünglich und ähnlich wie beim Yorkshire-Terrier darin, Ratten zu vernichten. Aus dem Rattenjagen entwickelte sich das „Rattenbeißen“, ein blutiger Sport, bei dem der Hund gewann, der in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Ratten tötete.

Anschließend – ab ca. 1810, allerdings anfänglich unter anderem Namen – war der Staffordshire Bullterrier als klar abgetrennte Hunderasse die bevorzugte Kampfhundlinie für Kämpfe Hund gegen Hund in Englands Grafschaft Staffordshire. Die Bull-and-Terrier, wie die Rasse damals noch hieß, wurden zu Statussymbolen der Arbeiterklasse in den Kohlegebieten. Rennen und Hundekämpfe waren – auch durch Wetteinsätze bei solchen Veranstaltungen – neben dem Verkauf der Welpen eine Möglichkeit, das karge Einkommen aus der Arbeit unter Tage aufzubessern.

 

1835 verbot England als erstes Land in Europa Tierkämpfe, und die Zucht dieser Hunde konzentrierte sich von da an auf ihre andere Stärke, ihre große Familientauglichkeit - die sie aus dieser Zeit mitbrachten.

1935 wurde diese Rasse dann vom Kennel Club, dem Verband der englischen Hundezüchter, als eigene Rasse anerkannt; seitdem wurde der Rassestandard nicht unwesentlich verändert (1948 und 1987). 

 

In Großbritannien zählt der Staffordshire Bullterrier heute zu den häufigsten Hunderassen.

 
Der Staffordshire Bullterrier ist ein äußert liebenswerter Genosse und großartiger Familienhund. Noch dazu kann er mit einer sehr robusten Gesundheit aufwarten.
Er liebt Kinder über alles und ist ein wahrer Menschenfreund. Er ist äußerst pflegeleicht und mit entsprechenden Auslauf auch durchaus für die Stadt geeignet.

Bedingt durch seine Abstammung zeigt der Staffbull auch heute noch unerschrockenen Mut, sowie ein ruhiges und stets fröhliches Wesen.


Wie bei jeder anderen Hunderasse ist die Erziehung unbedingt notwendig. Er liebt es geistige Aufgaben zu bekommen und ist in jedem Sportbereich universell einsetzbar. Also ein Hund der gefordert werden möchte.

 

F.C.I. Standard Nr. 76 / 20.01.1998 / D


URSPRUNG: Großbritannien
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 3 Terrier, Sektion 3 Bullartige Terrier, Ohne Arbeitsprüfung.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 24.06.1987.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Glatthaarig, gut ausgewogen, sehr kräftig für seine Größe, muskulös, aktiv und beweglich.

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN):
Hochintelligent und liebevoll, besonders zu Kindern. Tapfer und absolut zuverlässig.

KOPF: Kurz
Oberkopf:

Schädel: Gleichmäßig tief und breit.               

Stop: Deutlich

GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Kurz.
Kiefer / Zähne: Kiefer stark, Zähne groß, mit einem perfekten, vollständigen und regelmäßigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift. und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Lefzen: Straff und Makellos.
Wangen: Sehr ausgeprägte Wangenmuskeln.
Augen: Dunkel bevorzugt, können aber auch einen gewissen Bezug zur Haarfarbe haben. Rund und von mittlerer Größe; so eingesetzt, dass sie geradeaus blicken. Dunkle Lidränder.
Ohren: Rosen- oder Halbstehohr, weder groß noch schwer. Vollständiges Schlapp- oder Stehohr höchst unerwünscht.

HALS:
Muskulös, eher kurz, klar im Umriss und sich zu den Schultern hin verbreiternd.

KÖRPER: Körper gedrungen.
Obere Profillinie: Gerade.
Brust: Breite Front; Brustkorb tief, muskulös und klar umrissen. Rippen gut gewölbt.

RUTE: Mittlere Länge, tiefer Ansatz auslaufend in eine Spitze und ziemlich tief getragen. Soll nicht stark gebogen sein, eher vergleichbar mit einem Pumpenschwengel alter Form.

GLIEDMAßEN:

Vorderhand: Läufe gerade und von guter Knochenstärke, eher weit auseinander stehend, ohne eine Schwäche in den Vordermittelfüßen zu zeigen, von denen aus die Pfoten ein wenig nach außen gerichtet sind.
Schultern: Gut zurückliegend.
Ellenbogen: Nicht lose.
Hinterhand: Gut bemuskelt. Läufe von hinten betrachtet, parallel.
Kniegelenke: Gut gewinkelt.
Sprunggelenke: Gut tiefstehend.
Pfoten: Gut gepolstert, kräftig und von mittlerer Größe. Krallen schwarz bei einfarbigen Hunden.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Glatthaarig, gut ausgewogen, sehr kräftig für seine Größe, muskulös, aktiv und beweglich.

GANGWERK: Frei, kraftvoll und flink mit rationellem Kraftaufwand. Von vorne und von hinten betrachtet, bewegen sich die Läufe parallel. Erkennbarer Schub aus der Hinterhand.

HAARKLEID:

Haar: Glatt, kurz und dicht.
Farbe: Rot, falb, weiß, schwarz oder blau, oder eine dieser Farben mit weiß. Gestromt in jeder Schattierung oder gestromt mit weiß. Schwarz mit Loh oder leberfarben ist höchst unerwünscht.

GRÖßE UND GEWICHT:

Gewicht: Rüden 12,7 - 17 kg (28 - 38 lbs), Hündinnen: 11 - 15,4 kg ( 24 - 34 lbs).
Größe: Erwünschte Widerristhöhe: 35,5 - 40,5 cm (14 - 16 Inches).
Diese Größen im richtigen Verhältnis zum Gewicht.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.



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